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Vom Dunkel ins Licht

Die Oktobermusik erinnert an die Befreiung Aachens vom Naziterror

Vor 82 Jahren, im Oktober 1944, wurde Aachen als erste deutsche Großstadt von alliierten Truppen befreit. Bereits ein Jahr später „erfand“ der damalige Domkapellmeister Theodor Bernhard Rehmann die „Oktobermusik“. Mit diesem Konzertformat werden seitdem die Dankbarkeit für die Befreiung und die Erinnerung an die Schrecken des Krieges durch das Aachener Domkapitel und die Stadt Aachen wachgehalten.

Am Samstag 3. Oktober, um 18 Uhr dirigiert Domkapellmeister Felix Heitmann seine zweite Oktobermusik, die unter dem Titel steht »Vom Dunkel ins Licht«.

Den Auftakt bildet Felix Mendelssohns Psalm 42 „Wie der Hirsch schreit“. In seinen wunderbar gestalteten Chorsätzen verbindet sich die tiefe Sehnsucht nach Gott mit Momenten des Trostes und der Hoffnung. Johannes Brahms’ „Schicksalslied“ führt anschließend in eine von Hölderlins Worten geprägte Welt zwischen menschlichem Leid und einer ersehnten Sphäre des Friedens. Brahms’ traumhaft schöne, schwebende Klänge lassen dabei eine Ahnung von Trost und Transzendenz entstehen. Mit Arvo Pärts „Da pacem Domine“ wird die Musik zur Meditation: Die schlichte, eindringliche Bitte „Gib Frieden, Herr“ steht unmittelbar im Raum. Den Weg ins Licht vollendet John Rutters „Te Deum“. Mit großer Festlichkeit, Wärme und klanglicher Strahlkraft wird aus der Bitte ein kraftvoller Lobgesang, es ist ein Bekenntnis zu Hoffnung und Zuversicht.

So verbindet die Oktobermusik vier Werke zu einem musikalischen Weg vom Dunkel ins Licht: von der Sehnsucht über die Erfahrung des Leids und die stille Bitte um Frieden hin zu Dankbarkeit, Hoffnung und festlichem Jubel. Neben dem Aachener Domchor und dem städtischen Sinfonieorchester wirkt als Sopranistin Judith Hilgers mit.

Der Eintritt ist frei, um eine angemessene Spende wird gebeten.